Skip to main content

Impulse durch Naturschutzberatung und Biodiversitäts-Richtlinie

Katharina Schertler, Naturschutzberatung, BIOLAND e.V., Augsburg

Die Biodiversitätsprobleme in der Agrarlandschaft sind durch einen Ursachenkomplex mit vielen verschiedenen Akteuren entstanden. Neben falschen agrarpolitischen Anreizen für die Landwirtschaft, einer fehlenden finanziellen Vergütung, zählen auch Wissens- und Informationsdefizite dazu. Der Bioland-Verband setzt nach außen stark auf Veränderungen in der Agrarpolitik und versucht gleichzeitig die Bioland-Bauern beim Erhalt der Biodiversität zu unterstützen. Vor mehr als 15 Jahren wurde deshalb mit dem Aufbau einer Naturschutzberatung begonnen, die besonders im bei Wissens- und Bildungsdefizite ansetzt und erfolgreich arbeitet. Allerdings erreicht die Naturschutzberatung derzeit nicht alle Betriebe und individuelle Lösungsansätze finden nicht den Weg in die Breite. Vor dem Hintergrund sehr unterschiedlicher Naturschutzleistungen der Bioland-Betriebe hat sich der Verband 2017 auf den Weg zu einer eigenen Biodiversitäts-Richtlinie gemacht, die einen Mindeststandard setzt, der über die positiven Leistungen des Ökolandbaus hinausgeht. 2021 ist die Richtlinie, die auf einem Punktesystem und Maßnahmenkatalogen beruht, in Kraft getreten.