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Lösungsansätze aus der Praxis – Maßnahmen und Möglichkeiten von und für Landwirte (best practice)

Dr. Richard Wüstholz, Landwirt, Klosterhof Mönchsdeggingen (Bayern)

Gegenstand des Referates ist die Vorstellung des landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebs Wüstholz. Es handelt sich dabei um einen konventionellen Viehhaltungsverbundbetrieb mit Ackerbau, Legehennenhaltung in Mobilställen sowie Schweinemast in unterschiedlichen Haltungssystemen. Bereits Anfang der 90er wurde mit der Haltung der Mastschweine auf Stroh begonnen. Jahrzehntelang war der Betrieb auf der Suche nach alternativen Vermarktungswegen, die die mit diesem Haltungssystem verbunden Mehrkosten entlohnen, leider ohne Erfolg. Im Jahr 2018 konnte sich der Betrieb der „Interessensgemeinschaft Bayerisches Strohschwein e.V.“ anschließen und erstmalig Strohschweine mit einem entsprechenden Mehrerlös vermarkten. 
Anhand einer Beispielskalkulation werden in dem Referat die zusätzlichen Kosten, die sich aus den Haltungskriterien ergeben, den zusätzlichen Erlösen gegenübergestellt. Diese Kalkulation hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, da die einzelbetrieblichen Voraussetzungen zu heterogen sind. Sie soll lediglich ein Hinweis auf die relative Vorzüglichkeit dieses Haltungs- und Vermarktungssystems im Betrieb Wüstholz geben.
Darüber hinaus werden in dem Referat auch die Herausforderungen und Probleme, die mit der Haltung und Vermarktung von „Bayerischen Strohschweinen“ verbunden sind, thematisiert. Hier kann insbesondere die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Gastronomie in Deutschland genannt werden. Das Referat schließt mit einer Einschätzung des Referenten hinsichtlich der Anforderungen für seinen persönlichen „Schweinemaststall der Zukunft“. Dieser Stall muss zum einen die sich veränderten gesellschaftlichen Anforderungen an die Schweinehaltung aufgreifen und gleichzeitig ein ökonomisches nachhaltiges Gesamtkonzept, was den Vermarktungsweg anbelangt, ermöglichen.