Skip to main content

Biodiversität im Ackerbau sichern und entwickeln: Konzepte für die Praxis

Dr. Karin Stein-Bachinger, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V., Müncheberg

Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft wird wesentlich von der Art der Landnutzung bestimmt. Viele Arten sind zum Teil (Bsp. Feldvögel) oder sogar vollständig (Bsp. Ackerwildkräuter) auf die Landbewirtschaftung angewiesen. Der Schutz der Artenvielfalt ist seit Jahrzehnten ein erklärtes Ziel aller Länder, jedoch ist weiterhin ein alarmierender Verlust zu verzeichnen. Eine kritische Sicht auf die gegenwärtigen landwirtschaftlichen Produktionssysteme ist weit verbreitet. Gleichzeitig wird verstärkt von der Gesellschaft gefordert, öffentliche Mittel an die Erbringung gesellschaftlicher Leistungen der Landwirtschaft zu koppeln. Eine neue Studie belegt eindeutig die positiven Auswirkungen des Ökolandbaus im Vergleich zum konventionellen Landbau. Neben Vorteilen für die Artenvielfalt bestehen diese auch für die Bereiche Wasserschutz, Bodenfruchtbarkeit, Klimaschutz- und –anpassung sowie Ressourceneffizienz. Durch die Ausweitung und gezielte Förderung des Ökolandbaus können somit vielfältige gesellschaftliche Leistungen gleichzeitig erbracht werden.