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Programmübersicht

Donnerstag, 11. Februar 2021

Diese Seite wird laufend aktualisiert.


9.30 - 11.30 Uhr
Livestream

Plenum

Druck von allen Seiten – Marktwirtschaftliche Perspektiven
für Green Deal, Tierwohl und gesellschaftliche Akzeptanz

Die DLG-Wintertagung 2021 startet mit der Hauptveranstaltung – dem „Plenum“.  Die thematische Einführung erfolgt durch einen Impulsvortrag zum Status Quo der Branche durch Hubertus Paetow, DLG-Präsident. Anschließend werden die Referierenden den Perspektivwechsel von einer klassischen Ökonomie zu einer sozialen Marktwirtschaft mit „grünem Anstrich“ nachzeichnen. Die DLG hat Prof. Marcel Fratzscher, Ph.D., Präsident des DIW (Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung) in Berlin, eingeladen, aus Sicht der klassischen Ökonomie eine „Ökologisch-soziale Marktwirtschaft“ einzuordnen. Prof. Dr. Jan-Henning Feil, Professor für Agrarökonomie an der FH Südwestfalen in Soest, wirft dann einen Blick auf dieses System aus Sicht der Agrarökonomie.
Auf dem Podium diskutieren abschließend vier praktische Landwirte mit unterschiedlichen Produktionsansätzen über notwendige Anpassungsstrategien in Produktion und Wertschöpfung sowie die Erfolgsfaktoren.

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13.00 - 15.00 Uhr
Livestream

Impulsforum 1*:

Biodiversität im Ackerbau sichern und entwickeln: Konzepte für die Praxis

Lage und Entwicklungen der Artenvielfalt sowie praktische Ansätze zu deren Sicherung stehen im Fokus dieses Forums. Die Experten*innen geben Orientierung, mit welchen Maßnahmen Landwirte wirksam Maßnahmen zur Sicherung der Artenvielfalt in ihre Produktion integrieren können. 
Dr. Karin Stein-Bachinger vom ZALF in Müncheberg zeigt den wissenschaftlichen Stand und die zu erwartenden Entwicklungen der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft auf und geht auf Ansätze zu deren Erhalt ein. 
Im Zuge der Diskussion um die Artenvielfalt wird oft die Forderung nach Mindeststandards für Leistungen zum Erhalt der Biodiversität in der Landbewirtschaftung erhoben. Bioland definiert mit der neu entwickelten Biodiversitäts-Richtlinie Standards für die Sicherung der Artenvielfalt, auf deren Basis alle Mitgliedsbetriebe einen substanziellen Beitrag zur Sicherung der Arten leisten. Katharina Schertler von der Bioland Naturschutzberatung zeigt die Ziele, Kriterien und die Umsetzung der Richtlinie auf. 
Mitunter sehen Landwirte Maßnahmen für die Sicherung der Artenvielfalt als Belastung in der praktischen Bewirtschaftung. Jedoch gibt es bereits jetzt Konzepte, die Artenvielfalt in der Praxis zu stärken – im konventionellen wie im ökologischen Landbau. Jörg Claus von der Meine & Claus GbR in Sülzetal (Sachsen-Anhalt) und Andreas Schröder vom BioHof Wöhler in Burgwedel (Niedersachsen) teilen ihre Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung von Maßnahmen und geben Einblicke in ihre Konzepte. 

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13.00 - 15.00 Uhr
Livestream

Impulsforum 2*:

Klimaneutrale Milchviehhaltung? – Emissionsminderung im Fokus

In der Diskussion um die Klimawirkungen der Landwirtschaft steht insbesondere die Milchviehhaltung im Mittelpunkt. Diese trage aufgrund der Methan-Emissionen eine besondere Verantwortung bei der Emission klimaschädlicher Gase. Die Milchbranche ist deshalb gefordert, Emissionen wo immer möglich zu reduzieren. 
Dr. Monika Zehetmeier von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft ordnet die Treibhausgasemissionen der Milcherzeugung ein und reflektiert die kontroverse Diskussion um deren Klimawirkungen. Im Mittelpunkt ihrer Analyse stehen auch Ansätze der CO2 Reduktion in der Milcherzeugung – etwa durch die Vermeidung von Futterverlusten und Effizienzsteigerungen im Betriebsalltag. 
Die Kontroverse um die Klimawirkungen der Milcherzeugung betrifft auch Molkereien, denn Milchprodukten wird eine ungünstige Klimabilanz nachgesagt. Vor diesem Hintergrund wird Verbrauchern die Reduktion des Konsums von Milchprodukten empfohlen, um die eigene Klimabilanz zu verbessern. Ricarda Camillus, Sustainablity Manager der Arla Foods Deutschland GmbH, geht auf den Klimacheck als Grundlage für die Analyse von Klimawirkungen und die Möglichkeiten der Emissionsreduktion in der Wertschöpfungskette ein.
Die Milchviehhalter Cord Lilie aus Stemwede in Niedersachsen und Rudi & Johannes Steuer, Burgkunstadt in Bayern, zeigen ihre Maßnahmen zur Energieeffizienz auf dem Hof, geben Anregungen für den praktischen Klimaschutz in der Milchviehhaltung und bewerten die ökonomischen Effekte der umgesetzten Maßnahmen. Somit werden praktische Ansätze aufgezeigt, wie die Klimabilanz optimiert werden kann.

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13.00 - 15.00 Uhr
Livestream

Impulsforum 3*:

Schweinehaltung in Deutschland – ein wirtschaftliches Zukunftsmodell?!

Die Schweinehaltung in Deutschland steht unter Druck – die weggebrochenen Märkte in Asien aufgrund der Afrikanischen Schweinepest und die Covid-19 bedingten Rückgänge des Außer-Haus-Verzehrs sowie die zwischenzeitliche Schließung von Schlachthöfen haben die Preise einbrechen lassen. Die steigenden Anforderungen an Tier- und Umweltschutz erfordern Anpassungen in den Haltungsverfahren. 
Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Schweinehalter die Grundsatzfrage nach der betrieblichen Zukunft. Die derzeitigen Marktbedingungen erfordern von den Betriebsleitern eine detaillierte Prüfung von Wirtschaftlichkeit und Zahlungsfähigkeit. Norbert Schneider von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft beleuchtet den wirtschaftlichen Status Quo – insbesondere die Folgen des aktuellen ASP-Seuchengeschehens – auf die Zahlungsfähigkeit der Betriebe und arbeitet die relevanten Aspekte heraus die Betriebsleiter analysieren müssen, um die wirtschaftliche Situation jederzeit zu überblicken. 
Steht kurzfristig die Zahlungsfähigkeit der Betriebe im Mittelpunkt des Interesses, müssen Schweinehalter zur Verbesserung des Tierwohls, der Minimierung von Umweltbelastungen und zur Sicherung der Akzeptanz ihre lange bewährten Stallkonzepte überarbeiten. Dr. Richard Hölscher, Geschäftsführer der Hölscher & Leuschner GmbH in Emsbüren, stellt zukunftsfeste Stallkonzepte vor und gibt Anstöße für Neu- und Umbaukonzepte.
Heinrich Hellbrügge von der Prignitzer Landschwein GmbH & Co. KG, Brandenburg, und Dr. Richard Wüstholz, Schweinehalter auf dem Klosterhof Mönchsdeggingen, Bayern nehmen mit ihren innovativen Betriebs- und Vermarktungskonzepten die Herausforderungen an. Mit einem Einblick in ihre Betriebe stoßen Sie die Diskussion über tragfähige Konzepte für die Praxis an.

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13.00 - 15.00 Uhr
Livestream

Impulsforum 4*:

Brücken bauen im ländlichen Raum

Landwirtschaft, ländliche Räume und Gesellschaft sind im Wandel: Steigende Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft in Bezug auf Umwelt-, Klima- und Tierschutz prägen das Umfeld der Landwirte. Das führt auch dazu, dass sich Selbstverständnis und Rolle der Landwirte in ihrer Region wandeln. Das Forum  zeigt Wege auf, als Landwirt die eigene Region mitzugestalten, sich in seinem regionalen Umfeld als aktiver Akteur zu positionieren und Akzente für die regionale Entwicklung zu setzen. 
Möglichkeiten einer wirksamen Positionierung von Landwirten in ihrem Umfeld stellt  Carolin Schäfer, Inhaberin und Geschäftsführerin Agrarmarketing detailreich aus Lüneburg in Niedersachsen, dar. Im Fokus ihres Beitrages stehen die Entwicklung einer betrieblichen Corporate Identity als Schlüssel für eine unverwechselbare Positionierung und wirksame Maßnahme für die Außendarstellung der Betriebe. 
Bei allem Wandel der gesellschaftlichen Anforderungen bleibt der ländliche Raum Wirtschaftsstandort. Zwischen Landwirten und Bevölkerung gibt es eine Menge Schnittstellen, mit gemeinsamen Projekten gemeinsam die Regionen zu entwickeln. Den Weg von der Idee zum Projekt sowie wirksame Strukturen für die Verbindung von Menschen im ländlichen Raum zeigt Michael Diestel, Geschäftsführer der Agrokraft GmbH aus Bad Neustadt an der Saale (Bayern). 

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13.00 - 15.00 Uhr
Livestream

Impulsforum 5*:

Zukunftsstrategie Rohstoff Holz

Der fortschreitende Klimawandel mit seinen erschreckenden Szenarien zunehmender Stürme und Dürreperioden beeinträchtigt immer stärker die Vitalität unserer Wälder und bestimmt in zunehmendem Maße die Handlungsspielräume der Waldbesitzer: Wiederbewaldung aller Kalamitätsflächen mit klimastabilen Mischbeständen und stabilisierender Waldumbau auf ganzer Fläche stehen in fast jedem Betrieb auf der Tagesordnung. 
Als direkte Konsequenz werden sich unsere Wälder absehbar – zumindest regional – in ihrer Baumartenverteilung, der Altersstruktur und im Holzvorrat deutlich verändern. 
Gleichzeitig besteht mit Blick in die Zukunft breite Übereinstimmung, dass bei allen Überlegungen im Kampf gegen die Erderwärmung der zunehmenden Verwendung von Holz als idealem, nachwachsendem Rohstoff mit CO2-Senkungspotenzial eine Schlüsselrolle zukommen muss. Und folgerichtig steht auch die Entwicklung neuer Werkstoffe und Produkte auf Holzbasis im Fokus.
Inwieweit werden aber unsere Wälder auch noch in Zukunft alle Waldfunktionen erfüllen und den wachsenden Holzbedarf nachhaltig decken können - oder schlittert die nutzungsorientierte Forst- und Holzwirtschaft mittel- bis langfristig sogar ins Aus? 
Der DLG-Forstausschuss wagt mit seinem Impulsforum  im Rahmen der DLG-Wintertagung 2021 einen Blick in die Zukunft.

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*Die Impulsforen der Wintertagung werden von den DLG-Ausschüssen veranstaltet.